Entwicklung

Heidulf Masztalerz hat als langjähriger Vizepräsident der Handwerkskammer Lüneburg – Stade an Projekten der Handwerksförderung Ost-Afrika e.V. (HOAV) mitgearbeitet.

HOAV war aus der Zusammenarbeit des ökumenischen Landesarbeitskreises Handwerk und der Kirchen in Niedersachsen hervorgegangen.

In diesem Rahmen wurden in Tansania sechs handwerkliche Werkstätten aufgebaut, unter anderem in Singida, im wirtschaftlich und klimatisch  benachteiligten Zentral-Tansania. 2004 wurde H. Masztalerz anlässlich des Besuchs einer dieser Werkstätten in Singida auf ein Heim für Straßenkinder in Kititimo am Stadtrand von Singida aufmerksam gemacht. Dort lebten damals etwa 50 Straßenkinder, Jungen und Mädchen im Alter von 4 bis 16 Jahren, völlig auf sich alleine gestellt, ohne Betreuung. Diese unhaltbaren Zustände bewogen H. Masztalerz, Unterstützung für diese Kinder zu organisieren. Gleich nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er mit zehn Gleichgesinnten, überwiegend Handwerker-Kollegen, den Verein Straßenkinder Tansania e.V.. Mit dem Aufruf „Das Handwerk hilft den elternlosen Straßenkindern in Tansania“ kamen bald die ersten Geldspenden zusammen.

Heute hat unser Verein über 110 Mitglieder.

Bis Ende 2016 war das Heim in Kititimo der Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Daneben wurden einzelne Projekte im Upendo-Heim, einem weiteren Heim für Waisen und Straßenkinder in Singida und in einem Kindergarten in Iambi bei Singida gefördert.

Das Heim von Kititimo wurde Ende 2016 von der Stadtverwaltung praktisch über Nacht und ohne vorherige Information geschlossen. Auf Initiative unseres Vereins konnten 12 Kinder unter 18 Jahren aus Kititimo im außerordentlich professionell geführten Upendo-Heim untergebracht werden, aber leider nicht alle. Damit stieg dort die Zahl auf über 40 Kinder an.

Das Upendo-Heim wurde in der Vergangenheit überwiegend vom österreichischen Verein Städtepartnerschaft Salzburg/Singida finanziert. Straßenkinder Tansania e.V. trägt seit Anfang 2017 einen Anteil der jährlichen Kosten des Heims, d.h. die Kosten der Versorgung mit Lebensmitteln, die Schulgebühren, die Kosten für Schuluniformen und andere Bekleidung, die Kosten der medizinischen Versorgung, die Kosten der sicheren Unterbringung (Neubauten, Instandhaltungs-, Sanierungs- und Renovierungs-Arbeiten an den bestehenden Gebäuden, Infrastruktur). Der Verein übernimmt auch die Kosten einer zweiten Hausmutter.

Ein ganz besonders wichtiges Anliegen unseres Vereins ist die Berufsausbildung der jugendlichen Schulabgänger aus dem Upendo-Heim, um zu verhindern, dass die Jugendlichen nach Abschluss der Schule doch wieder auf der Straße enden und in die Kriminalität oder in die Prostitution abgleiten. Die Kosten für die Berufsausbildung werden in den kommenden Jahren steigen, da immer mehr Jugendliche die Schule abschließen werden. Sehr erfreulich ist, dass einige sehr begabte Jugendliche aus dem Upendo-Heim auch die Klassen 5 und 6 der Sekundarschule besuchen, die zu einem dem Abitur ähnlichen Abschluss führen oder bereits eine Hochschulausbildung durchlaufen.

2 dieser ehemaligen Straßenkinder besuchen eine Universität.

Eine beachtliche Entwicklung für ehemalige Straßenkinder!

Unser Verein lässt sich – wo immer möglich – durch das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ leiten und versucht, das Umweltbewusstsein der Kinder zu stärken. So wie in der Vergangenheit auf dem Gelände rund um das Heim in Kititimo werden auch im Upendo-Heim Mais, Hirse, Bohnen und anderes Gemüse angebaut.

So können Sie sich an der Erfolgsgeschichte des Vereins beteiligen:
HELFEN SIE MIT!

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